Ein Kompass hilft die Richtung zu finden. Genauso hilft Dir Coaching durch den Kinderwunsch.

Kinderwunsch-WAAS? Kinderwunsch-Coaching

Hanna und ihr Mann wünschen sich schon eine ganze Weile ein Baby. Sie haben auch schon einiges dafür unternommen und inzwischen sind sie sogar in einer „Kinderwunsch-Klinik“ in Behandlung. Trotzdem will es immer noch nicht klappen. Hanna hält es kaum noch aus, überall um sie herum die Frauen mit ihren Babybäuchen zu sehen. Und dann noch ständig diese übergriffigen Klapperstorchfragen und blöden Kommentare. In ihr herrscht das totale Gefühlschaos, eine unbändige Wut und tiefe Traurigkeit. Sie weiß nicht, mit wem sie reden soll. Wer kann schon wirklich verstehen, wie es in ihr aussieht. Von Kinderwunsch-Coaching hat sie bisher noch nichts gehört.

Sicher, ihre Mutter ist immer für sie da und auch ihre beste Freundin hat immer ein offenes Ohr. Aber beide haben problemlos Kinder bekommen und sind meist sehr schnell hilflos, wenn Hanna von ihrer Tortur erzählt. Und Tom? Der ist so pragmatisch. Manchmal fragt sie sich, ob sein Wunsch nach einem Kind wirklich so groß ist.

Austausch mit anderen Kinderwunsch-Frauen

Kommt Dir davon etwas bekannt vor? Mir ging es damals in meiner Kinderwunschzeit genauso und ich habe mir so sehr gewünscht, mich mit jemandem auszutauschen. Eine Person an meiner Seite zu haben, der ich alle meine Gedanken anvertrauen kann und die mich zu 100 % versteht, weil sie dasselbe erlebt hat.

Leider hatte ich damals keine Ahnung, wo ich Gleichgesinnte finden könnte. Zu meiner Zeit war das mit den sozialen Medien noch nicht so verbreitet. Den Gedanken, mir vor Ort eine Selbsthilfegruppe zu suchen, fand ich irgendwie schräg. Heute ist es glücklicherweise einfacher Gleichgesinnte bzw. „Leidensgenossinnen“ zu finden. Das Internet und besonders die Social-Media-Kanäle bieten viele Möglichkeiten, sich zu informieren. Besonders auf Facebook gibt es viele Gruppen, in denen sich Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch treffen. Ich nenne diese Gruppen liebevoll „Hibbel-Gruppen“.

Austausch in „Hibbel-Gruppen“ – wirklich immer hilfreich?

Häufig sehe ich in diesen Gruppen Beiträge mit Ovulations- und Schwangerschaftstests und die nervöse Frage, ob auch andere diesen zarten zweiten Streifen sehen. Auch Fragen zur Kinderwunschbehandlung und Medikamenten werden oft gestellt.

Ich persönlich bin dann immer ganz zwiegespalten.

  • Einerseits kann ich die Frauen nur allzu gut verstehen, denn schließlich bin ich jedes Mal um Jahre zurückgeworfen. Emotional stehe genau wieder an diesem Punkt, wo diese Frauen auch gerade stehen.
  • Andrerseits möchte ich diese Frauen am liebsten schütteln und sagen:“ Hey, mach‘ Dich doch bitte nicht so verrückt. Du schadest Dir und Deinem Kinderwunsch gerade mehr, als dass es Dir nützt.“

Verstehe mich richtig! Ich finde es extrem wichtig, sich auf dem Kinderwunsch-Weg austauschen zu können. Dafür sind diese Gruppen eine gute Möglichkeit und ich wünschte, die hätte es damals schon gegeben. Doch wir sollten immer beachten, dass diese Gruppen niemals eine ärztliche Beratung ersetzen können. Fragen wie: „Soll ich mir zwei oder drei Embryonen wieder einsetzen lassen?“, oder „Soll ich dieses oder jenes Medikament noch zusätzlich nehmen?“ in diesen Gruppen finde ich echt schwierig.

Schließlich ist jede Frau einzigartig und es gibt nicht den einen Rat. Natürlich ist es sinnvoll, Erfahrungen auszutauschen. Der Grat zwischen Erfahrungsaustausch und Empfehlungen ist sehr schmal und so mitten auf dem Kinderwunsch-Weg besteht einfach die Gefahr, dass wir das rasch mal vergessen.

Warum der Austausch extrem wichtig ist

Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich heute, dass der Kinderwunsch-Weg gemeinsam statt einsam sehr viel leichter zu gehen ist. Ich habe es damals leider nicht begriffen.

Doch was macht es so schwierig, wenn wir uns zurückziehen und alles mit uns alleine ausmachen? Wie wirkt sich das aus?

Psychische Belastungen finden ganz häufig ihren Ausdruck auf der körperlichen Ebenen. Die zunehmende emotionale Anspannung in der Kinderwunschzeit führt dazu, dass der Körper immer weniger bereit ist, ein neues Leben aufzunehmen. Ein Teufelskreis beginnt.

Ich erinnere mich gut an die Zeit, als wir beschlossen haben, mit der Familienplanung aktiv zu starten. Wider besseren Wissens, habe ich bereits im ersten Monat gehibbelt, ob meine Regel ausbleibt. Natürlich war die Enttäuschung riesengroß, als sie kam. Ich wusste, dass das Unsinn ist und mein Körper eine Weile braucht um sich umzustellen. Trotzdem war ich traurig. Damit hatte ich bereits vom ersten Moment an, meinen eigenen Hibbelmodus erreicht. Von da an wurde es immer weniger entspannt in meiner Beziehung. Der Sex war nur noch Mittel zum Zweck und jeden Monat habe ich meinen Körper etwas mehr verachtet.

Doch ich hatte mit meinem Verhalten meinen Teil dazu beigetragen und meinem Körper die Chance genommen, zu entspannen. Genau das habe ich leider erst viele Jahre später begriffen. Genau zu diesem Zeitpunkt hätte ich ganz dringend professionelle Unterstützung von aussen gebraucht. Leider hat mir niemand etwas von Coaching oder gar Kinderwunsch-Coaching erzählt.

Mangelnde Selbstachtung und Selbstliebe können Konsequenzen sein, wenn das Wunschkind auf sich warten lässt. Das Wunschkind lässt aber auch auf sich warten, wenn frau sich selbst nicht leiden kann.
Mangelnde Selbstachtung und Selbstliebe können Konsequenzen sein, wenn das Wunschkind auf sich warten lässt. Das Wunschkind lässt aber auch auf sich warten, wenn frau sich selbst nicht leiden kann.

Einen weiteren großen Fehler habe ich gemacht, indem ich alle diese Emotionen und Gedanken mit mir ganz allein ausgemacht habe. Selbst mit meinen Mann habe ich nur sehr selten darüber gesprochen, wie es in mir aussieht. Selbst Freunde und Familie haben sicherlich bemerkt dass ich mich verändere und dass der Umgang mit mir schwieriger wird. Doch auch mit ihnen konnte ich nicht darüber sprechen, was in mir vorgeht. Das führte dazu, dass ich mich nicht nur als Frau minderwertig fühlte, sondern auch immer einsamer und allein. Irgendwann konnte ich mich selber nicht mehr leiden. Und mal ehrlich, wer möchte schon bei jemandem „einziehen“, der sich selber nicht leiden kann? Da ist doch wirklich kein Platz für die Entwicklung eines kleinen Menschen.

Nach all den Jahren und mit dem Abstand kann ich heute aus tiefstem Herzen sagen: „Bitte mach‘ es besser als ich. Bitte hole Dir Unterstützung auf Deinen Weg. Bitte tausche Dich aus mit Deinem Partner, Deiner Familie und Freunden. Vielleicht nutzt Du bereits diese „Hibbel-Gruppen“. Das ist prima, aber suche Dir auch professionelle Unterstützung.

Warum wird die mentale Begleitung noch immer vernachlässigt?

Obwohl es heute deutlich mehr Informationen zum Thema „Ungewollte Kinderlosigkeit“ gibt und auch viele Kinderwunschkliniken mit Psychotherapeuten zusammen arbeiten, wird professionelle Unterstützung noch immer viel zu wenig in Anspruch genommen. Was sind die Gründe dafür?

  • Ist es wirklich noch die Scham, dass der Körper nicht“richtig“ funktioniert?
  • Liegt es daran, dass Du Dir die psychische Belastung nicht eingestehen möchtest oder kannst?

Doch genau das ist es! Es ist eine riesengroße psychische Belastung, wenn Frau nicht einfach so schwanger wird. Schließlich werden alle anderen Frauen ja auch einfach so schwanger. Das ist doch das Einfachste von der Welt. Nein, das ist es eben nicht. Und Du musst es überhaupt nicht alleine schaffen. Hier gilt: Stark ist, wer sich Hilfe holen kann.

Meine Motivation und mein großer Wunsch ist es, dass Paare künftig bereits im ersten Gespräch beim Frauenarzt auf die Notwendigkeit der psychischen Begleitung hingewiesen und ihnen Kontakte an die Hand gegeben werden.

Was ist überhaupt Coaching?

Vielleicht fragst Du Dich jetzt, welche Art von Hilfe Du Dir holen sollst. Natürlich gilt auch hier, dass Du diese Frage ganz individuell für Dich beantworten musst. Nur Du weißt, was Du brauchst und was Dir helfen könnte.

Ich möchte Dir hier einen kleinen Überblick darüber geben, was Coaching ist und wie es Dir auf Deinem Kinderwunsch-Weg helfen kann.

Coaching ist, genau wie die Psychotherapie, ein Format der Beratung.

In der Psychotherapie geht es darum, definierte psychische Störungen zu behandeln, während es beim Coaching um die Verbesserung der Lebensqualität geht. Ein Coach darf niemals psychische Störungen behandeln. Er heilt nicht, sondern begleitet den Klienten auf seinem Weg zu mehr Lebensqualität.

Die Grenzen zwischen Coaching und Psychotherapie sind allerdings oft fließend und viele ernsthafte Lebenskrisen, die irgendwann nur noch psychotherapeutisch aufzufangen sind, wären mit Coaching zur richtigen Zeit vermeidbar gewesen.

Während die psychotherapeutische Behandlung unter bestimmten Voraussetzungen durch die Kasse gezahlt werden kann, ist ein Coaching noch immer reines Privatvergnügen und muss zusätzlich aus eigener Tasche bezahlt werden.

Wie Kinderwunsch-Coaching Dir ganz konkret helfen kann

Zu einer Wanderung braucht man neben bequemen Schuhen und einem Wanderstock auch eine gute Wanderkarte und einen Kompass. Auf dem Kinderwunsch-Weg übernimmt diese Hilfestellung ein Coach.

Die wichtigste Richtlinie im Coaching ist für mich, dass Du selber der beste Experte für Dich und Dein Leben bist. Ich begleite und unterstütze Dich als Coach beim Suchen und Finden neuer Perspektiven und Lösungswege. Doch wie kann das ganz konkret aussehen?

Meist ist es so, dass wir uns auf dem Kinderwunsch Weg irgendwann selbst verlieren und kein anderes Ziel als unseren Kinderwunsch haben. Wir fühlen uns irgendwann wertlos und nicht mehr als vollwertige Frau oder vollwertiger Mann. Mitten im Kreis unserer Lieblingsmenschen fühlen wir uns einsam und sehnen uns einfach nur noch nach Unterstützung und echtem Verständnis. Als Coach und als Frau mit unerfülltem Kinderwunsch kann ich Dir genau das bieten. Mein Weg dauerte 15 Jahre. Heute bin ich sehr dankbar für die Erfahrungen und kann aus tiefstem Herzen von mir sagen: „Ich bin ungewollt kinderlos, aber dennoch glücklich.“

Die 5 Phasen des Coachings auf dem Kinderwunschpfad

  • Aufwärmphase

Diese Phase absolvieren wir am Telefon und Du erklärst mir, wo Dein aktueller Standort auf Deinem Kinderwunschpfad ist. Außerdem erzählst Du mir, was Du Dir von unserer Zusammenarbeit wünschst und ich beantworte Dir Deine Fragen. Wir lernen uns also kennen und können dann entscheiden, ob wir zusammen passen und gemeinsam weiter gehen wollen.

  • Phase 1 – Standortbestimmung

In unserem ersten Termin hast Du Gelegenheit, alles abzuladen und auszusprechen, was Dich belastet. Ganz ohne Bewertung, dafür mit viel Verständnis und Einfühlungsvermögen, höre ich Dir zu. Wenn Du den Ballast aus Deinem Rucksack ausgeladen hast, ist nämlich Platz für Neues.

  • Phase 2 – Rückblick

Keine Angst, hiermit halten wir uns nicht länger auf als nötig. Wir wollen ja schließlich vorankommen. Aber um zu verstehen, wie und warum Du am aktuellen Standort angekommen bist, hilft es, auch mal den Blick zurück zu wagen.

  • Phase 3 – Zielposition bestimmen

Nun kannst Du Dich darauf konzentrieren, was Du eigentlich erreichen möchtest und wohin Du gehen willst. Von mir darfst Du in dieser Phase Hinweise und Unterstützung dazu erwarten, wie Du zu neuen Perspektiven gelangen kannst und wie Du Dein Ziel findest.

  • Phase 4 – Tourenplanung

Du suchst Dir die schönste und passendste Route zu Deinem Ziel aus. Ich unterstütze Dich dabei, den für Dich richtigen Weg zu finden. Das muss nicht immer der leichteste Weg sein und manchmal braucht es auch den einen oder anderen Umweg. Gemeinsam füllen wir Deinen Rucksack mit den Dingen wieder auf, die Dir auf Deinem Weg helfen werden.

  • Phase 5 – Die Wanderung beginnt

Wir starten und je nach Ziel und Weg werden vielleicht mehrere Etappen auf Dich warten. Jede Einzelne davon planst Du gemeinsam mit mir und zwischendurch prüfen wir regelmäßig, ob der gewählte Weg noch immer zu Dir passt. Übrigens: Kurskorrekturen sind erlaubt! Ich sorge dafür, dass Du den nötigen Antrieb nicht verlierst.

Und wenn Du Dein Ziel erreicht hast, feiern wir gemeinsam!

Effekt des Kinderwunsch-Coaching

Der wichtigste Effekt des Kinderwunsch-Coachings ist, dass Dein Blick sich wieder weiten kann. Du kannst ihn wieder darauf richten, was wichtig ist: auf Dich und auf Deinen Partner. Wenn Dir das gelingt, wenn es Dir und Euch als Paar gut geht, dann habt ihr etwas ganz Wesentliches zur Chancen-Steigerung getan. Denn ein Menschenkind kann dort am besten gedeihen, wo jemand mit sich selbst im Reinen und zufrieden und glücklich ist.

Darum lautet mein dringender Appell an Dich: